Klar, am liebsten würden wir alle nur die besten und speziellsten Bio-Produkte frisch auf dem Markt kaufen oder ganz viel selber machen. Aber ganz ehrlich, dafür haben die wenigsten Zeit und in Bioläden geht man irgendwie auch nicht (warum eigentlich?). Also landen wir alle am gleichen Ort: im Supermarkt oder Discounter. Welchen man wählt liegt nicht nur an der Wohnlage, sondern auch am Charakter.

(Quelle: Umweltbundesamt)REWE: Der Golf unter den Supermärkten
Gibt es überall, hat fast alles, ist preislich im Rahmen. Wer zu REWE geht, geht gleichzeitig auch auf Nummer sicher. Dort ist einkaufen bequem, aber nun wirklich nicht aufregend. Das Highlight sind die neuen Papiertüten an der Kasse – voll Bio und so!EDEKA: Emotion pur!
EDEKA ist irgendwie jedem sympathisch. Da wird noch Wert auf das Produkt gelegt! Denkt man zumindest, weil die Werbekampagne, der lustig-blöde Schlagabtausch mit Lidl und der Name des jeweiligen Filialleiters über jeder Eingangstür das so suggerieren. Aber bei EDEKA geht man wirklich gerne einkaufen, auch wenn die Lebensmittel statt „Gut & Günstig“ auch als „durchschnittlich & auch nicht günstiger als anderswo“ beschrieben werden könnten.

Kaufland: Für alle Soap Opera Liebhaber
Einkaufen der Extraklasse. Aber eigentlich geht es hier gar nicht um die Lebensmittel, sondern um das Drama. Beziehungsstress vor dem Kühlregal, Prügeleien um die letzte Flasche Vodka, Rollator-Wettrennen zur Kasse – gibt es alles. Am Ende ist man oft so abgelenkt, dass eigentlich gar nichts richtig eingekauft wurde und doch an der Kasse schnell noch ein Abendessen improvisiert werden muss – also wieder Snickers und eine Flasche Feigling…

Kaiser´s: Ernsthaft?
Kaiser´s ist jetzt EDEKA. Wir sind mittlerweile im Jahr 2017 angekommen und nein, D-Mark werden hier auch nicht angenommen.

ALDI (Nord): Geld regiert die Welt
Aldi-Nord, niemand mag dich. Wer hier einkauft, tut das nur, weil es günstig ist. Dass die Taschentücher aber „Solo Talent“ heißen, ist aber definitiv ein Pluspunkt – hihi.

ALDI (Süd): We miss you!
Aldi-Süd ist zwar nur im Süden des Landes oder Österreich (Hofer!) zugänglich, aber es sollten sich alle einig sein – die Wochenangebote sind der Hammer! Diese Woche das Nuss-Nougat-Croissant für nur 39 köstliche Cent!


(Quelle: Neuestens.de)

Real: Der Ikea der Discounter
Selbst in den kleinsten Filialen verläuft man sich regelmäßig. Neben Lebensmitteln gibt es auch noch Schuhe, Schreibwaren, Rollkoffer, Bettwäsche und Aufsitzrasenmäher. Vom Erlebnis also durchaus vergleichbar mit IKEA. Hat auch bestimmt schon genau so viele Beziehungen zerstört…

Netto: Reimt sich nicht umsonst auf Ghetto
Genauso wahrscheinlich, wie beim Spazierengehen ein Einhorn zu sehen, ist es, einen nicht-siffigen Netto zu finden. Dort beugt man sich mit knirschenden Zähnen dem Kapitalismus, besprüht beim rausgehen noch eben die Schaufensterscheiben und hört das Rückgeld vom Dosenpfand in der Jogginghosentasche klimpern. Darauf ein Sterni!

Lidl: Für Ultras
Wer bei Lidl einkaufen geht, verteidigt auch seine Lieblingsprodukte gegen Pendants von Konkurrenz-Discountern eisern. Aufback-Baguettes und Erdbeerschokolade? Sind nur bei Lidl gut! Und die Obst- und Gemüseabteilung ist auch beeindruckend – da gibt es sogar Nüsse zum Abfüllen! Unglaublich! Die meisten kommen aber nur her, um einen guten Deal beim Nutella-Kauf zu machen. Sind ja auch irgendwie Nüsse.


(Quelle: Fehlerteufel24)

Penny: Omi dankt
Der profilloseste unter den Supermärkten. Das spannendste ist die Produktreihe „Omi´s“ – wer also Kalten Hund und Frikadellen aus der Dose möchte, ist an der richtigen Adresse. Aber besonders ist am Penny trotzdem nichts außer dem einprägsamen Slogan, deswegen könnte der eigentlich weg (wären da nicht die Arbeitsplätze, die gebraucht werden). Also erstmal zu Penny und dann noch woander hin, wo man vernünftig einkaufen kann.

Norma: Zeitreise
Stress ist ja bekanntlich sehr schädlich. Das dachten sich auch die bei Norma und haben seit den 1990ern in keine Filiale mehr geschaut. Tattrige Rentner schieben die quietschenden Wagen durch die braunen Gänge, vorbei an staubigem Graubrot in der Tüte. Es wäre fast Kult, wenn es nicht so schlimm wäre. Aber der Vorteil ist, dass man das Einkaufen dort sehr lange genießen kann, denn es hat grundsätzlich nur eine Kasse offen.

Späti: Für Puristen und Spartaner
Gerüchten zufolge gehen manche sogar nie bei Discountern einkaufen. Klopapier, eine Zahnbürste und Kaugummi bekommt man ja auch im Späti, oder? Und sonst kann man ja auch auf Lieferdienste zurückgreifen.

(Quelle: Wikipedia)